PR im Wandel

PR im Wandel

PR im Wandel. Medienarbeit in Echtzeit  //  Wahrnehmung, Akzeptanz und Ansehen von Organisationen und Personen werden immer mehr vom Massenmedium Internet beeinflusst. Ob Wirtschaft, Politik oder Gesellschaft: jeder Bereich ist davon betroffen. In Blogs, Foren und auf Social Media Plattformen wie Facebook, Twitter und Google+ tauschen sich heute Kunden und Mitarbeiter, Bewerber und Wettbewerber, Anhänger und Kritiker, Prominente und Privatpersonen aus.

Dieser Blog soll Antworten darauf geben, warum und wie sich der Wandel in der Medienarbeit vollzieht, weshalb herkömmliche Maßnahmen sehr oft nicht mehr ausreichen und welche neuen Strategien im Management von Kommunikation erfolgreich sind.

Gestartet wurde der Blog 2010 anlässlich des gleichnamigen Seminars von Thomas Mavridis an der Universität Bamberg. Auch Gastautorinnen und -autoren aus Wissenschaft und Praxis schreiben hier mittlerweile. Seit Mai 2012 findet auch das Seminar wieder statt.

Hashtag: #PRimWandel

Nov 7 / 11:29am

Banken und Vermögensverwalter mit erheblichem Nacholbedarf

In der Studie "Wealth Management and Social Media" (PDF) analysierte MyPrivateBanking.com, eine Informations- und Networkingplattform, die Stärken und Schwächen der Social-Media-Auftritte der 30 größten Banken und Vermögensverwalter weltweit. Basierend auf 32 Kriterien wurden die Aktivitäten in sozialen Medien bewertet und verglichen. Die Bewertung wurde abgeleitet von der individuellen Analyse der Bankenauftritte auf Facebook, bei Twitter, LinkedIn, YouTube und Flickr sowie den Angeboten auf der eigenen Website bzw. von Mobilapplikationen.

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Quelle: Deutsche Bank

Die Ergebnisse sind ernüchternd: Nur vier Banken (Deutsche Bank, Crédit Agricole, BNP Paribas und Credit Suisse) zeigen zumindest eine einheitliche und umfassende Strategie in den sozialen Medien. Eine zweite Gruppe von lediglich sechs Banken nutzt immerhin teilweise soziale Netzwerke, um mit Kunden und Nutzern zu interagieren. Aber ein außerordentlich hoher Anteil von zwei Dritteln der führenden Banken hat entweder keine Präsenz in den sozialen Medien oder ist dort nur sporadisch aktiv. Überraschenderweise kommt keine US-amerikanische Bank mit ihrem Angebot in die Top 10 der Anbieter.

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Analysierte Auftritte: ABN AMRO, Banco Santander, Bank of New York Mellon, Barclays, BNP Paribas, Citigroup, Commerzbank, Coutts, Crédit Agricole, Credit Suisse, Deutsche Bank, Goldman Sachs, HSBC, ING Group, Julius Bär, Kleinwort Benson, Lombard Odier, Merrill Lynch, Morgan Stanley, Nordea, Pictet, RBS Coutts, Rothschild, Sal. Oppenheim, Standard Chartered, Société Générale, UBS Switzerland, UniCredit; U.S. Trust, Wells Fargo


Was ist zu tun?

  1. Das Top-Management jeder Bank sollte sich für den Einsatz sozialer Medien öffnen und entscheiden, wie sich das Unternehmen in den verschiedenen Netzwerken positionieren will.
  2. Jede Bank sollte in den Netzwerken (in der Regel Facebook, LinkedIn, Twitter, YouTube und Flickr) präsent sein. Allein dieser Schritt erlaubt mit geringen Kosten den Zugang zu fast einer Milliarde Menschen. Eine Präsenz in diesen Netzwerken ist allerdings nur der Anfang.
  3. Jede Bank muss in den sozialen Medien aktiv durch das kontinuierliche Hinzufügen von relevanten Inhalten sowie schnelle Reaktion auf Anfragen ihren Auftritt lebendig halten.

 

Thomas Mavridis
Inhaber der Agentur DIE PR-KANZLEI und Lehrbeauftragter für PR, Marketing und Kommunikation an den Hochschulen München, Bamberg und Ravensburg.